exhibition

Kollektion Ferdinand Hodler im Kölnischen Kunstverein


ID: 366, Status: proof read
Exhibition period:
26/05/1911 - end/06/1911
Type:
solo
Organizing Bodies:
Kölnischer Kunstverein
Currency:
M (German Mark)
Quickstats
Catalogue Entries: 124
Artists: 1
Gender: female: 0, male: 1
Nationalities: 1
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Date Title City Venue # of common Artists
mid of Jan.- mid of Febr. Ausstellung Ferd. Hodler Munich Moderne Galerie (Heinrich Thannhauser) 1 artists
Jul 16‒Oct 1, 1911 Hodler-Ausstellung Frankfurt am Main Gebäude des Frankfurter Kunstvereins 1 artists
Oct 13‒Nov 12, 1911 [XIV. Jahrgang. I. Ausstellung. Ferdinand Hodler] Berlin Paul Cassirer 1 artists
Dec 10, 1909‒Jan 1910 Ferdinand Hodler [und Olaf Gulbransson] Vienna Galerie Miethke 1 artists
ca. 10/05/1914 - 27/05/1914 XVI. Jahrgang. 1913/1914. Neunte Ausstellung. [Kollektion Ferdinand Hodler] Berlin Paul Cassirer 1 artists
Feb 11, 1910‒Mar 1, 1010 [XII. Jahrgang. VI. Ausstellung]. [Kollektionen Max Beckmann, Theo von Brockhusen, Richard Dreher, Ferdinand Hodler, Heinrich Nauen, Julie Wolfthorn] Berlin Paul Cassirer 1 artists
Mar 1911 XIII. Jahrgang. Winter 1910/1911. VIII. Ausstellung. [Kollektionen von Paul Cézanne, Ferdinand Hodler, Leopold von Kalckreuth, Fritz von Uhde, Maurice H. Sterne] Berlin Paul Cassirer 1 artists
Oct 19‒Nov 3, 1907 X. Jahrgang. 1907/1908. II. Ausstellung. [Kollektionen Philipp Franck, Ferdinand Hodler, Walter Leistikow, Karl Walser] Berlin Paul Cassirer 1 artists
Mar 4‒25, 1913 XV. Jahrgang. 1912-13. Sechste Ausstellung Berlin Paul Cassirer 1 artists
Dec 3‒17, 1911 I. Ausstellung des Modernen Bundes Luzern Grand Hotel du Lac 1 artists
07/1913 - end/09/1913 [XV. Jahrgang. 1912/13. Zehnte Ausstellung. Sommerausstellung] Berlin Paul Cassirer 1 artists
Mar 14‒28, 1914 Woodcut Prints [Mokuhanga tenrankai mokuroku] Tokyo Hibiya Art Museum 1 artists
Oct 24‒Dec 2, 1912 XV. Jahrgang. 1912-13. Erste Ausstellung. [Galerie-Ausstellung] Berlin Paul Cassirer 1 artists
Oct‒Nov 1913 Eröffnungsausstellung. Kölnischer Kunstverein Cologne Gemäldegalerie des Kölnischen Kunstvereins 1 artists
Nov 1909 Eröffnungs-Ausstellung November 1909. Moderne Galerie München Munich Moderne Galerie (Heinrich Thannhauser) 1 artists
Oct 1912 Neue Kunst. Erste Gesamt-Ausstellung Munich Hans Goltz 1 artists
Jan 1913 1888-1913. Kunstsalon Fritz Gurlitt Berlin Fritz Gurlitt 1 artists
Apr 28‒May 19, 1913 International Exhibition of Modern Art [Armory Show] Boston Copley Hall 1 artists
May‒Sep 1910 Svájci művészek (Société des Peintres Sculpteurs et Architectes Suisses) kiállítása [Exhibition of Swiss Artists (Société des Peintres Sculpteurs et Architectes Suisses)] Budapest Nemzeti Szalon 1 artists
Aug‒Sep 1913 Neue Kunst. II.Gesamtausstellung Munich Hans Goltz 1 artists
Oct 1911 Kunst unserer Zeit in Cölner Privatbesitz Cologne Wallraf-Richartz-Museum 1 artists
May 14‒Jun 30, 1910 III. Graphische Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes Hamburg Galerie Commeter 1 artists
1913 XXVI. Ausstellung der Berliner Secession Berlin Ausstellungshaus am Kurfürstendamm 208/9 1 artists
Nov 27, 1909‒Jan 9, 1910 Neunzehnte Ausstellung der Berliner Secession. Zeichnende Künste Berlin Ausstellungshaus am Kurfürstendamm 208/9 1 artists
Jun 13‒Jul 2, 1911 Kunstausstellung aus Essener Privatbesitz Essen Kunstmuseum 1 artists
Jun 1906 Internationale Kunst-Ausstellung des Vereins bildender Künstler Münchens (E.V.) "Secession" Munich Königliches Kunstausstellungsgebäude am Königsplatz 1 artists
Jun 11‒Jul 30, 1911 Ausstellung des Verbandes der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein Zurich Kunsthaus Zürich 1 artists
Nov 1910‒Jan 1911 Einundzwanzigste Ausstellung der Berliner Secession. Zeichnende Künste Berlin Ausstellungshaus am Kurfürstendamm 208/9 1 artists
Nov‒Dec 1912 Fünfundzwanzigste Ausstellung der Berliner Secession. Zeichnende Künste Berlin Ausstellungshaus am Kurfürstendamm 208/9 1 artists
Apr 1910 Zwanzigste Ausstellung der Berliner Secession Berlin Ausstellungshaus am Kurfürstendamm 208/9 1 artists
May 2‒Oct 6, 1905 2. Deutsche Künstlerbund Ausstellung Berlin Ausstellungshaus am Kurfürstendamm 208/9 1 artists
Apr 1909 Achtzehnte Ausstellung der Berliner Secession Berlin Ausstellungshaus am Kurfürstendamm 208/9 1 artists
1911 XXII. Ausstellung der Berliner Secession Berlin Ausstellungshaus am Kurfürstendamm 208/9 1 artists
1912 XXIV. Ausstellung der Berliner Secession Berlin Ausstellungshaus am Kurfürstendamm 208/9 1 artists
Apr 12‒Sep 30, 1914 Erste Ausstellung der Freien Secession Berlin Berlin Ausstellungshaus am Kurfürstendamm 208/9 1 artists
May 25‒Sep 30, 1912 Internationale Kunstausstellung des Sonderbundes Westdeutscher Kunstfreunde und Künstler zu Cöln Cologne Städtische Ausstellungshalle am Aachener Tor 1 artists
1906 Dritte Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes Weimar Großherzogliches Museum für Kunst und Kunstgewerbe 1 artists
Mar 24‒Apr 16, 1913 International Exhibition of Modern Art [Armory Show] Chicago The Art Institute of Chicago 1 artists
Mar 3‒Apr 20, 1911 Frühjahr-Ausstellung der Münchener Secession Munich Königliches Kunstausstellungsgebäude am Königsplatz 1 artists
Feb 1‒Mar 31, 1914 Internationale Ausstellung in der Kunsthalle Bremen Bremen Kunsthalle Bremen 1 artists
May 4‒Sep 30, 1913 Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes 1913 Mannheim Kunsthalle Mannheim 1 artists
Feb 17‒Apr 15, 1906 Internationale Kunstausstellung Bremen Bremen Kunsthalle Bremen 1 artists
May‒Oct 1913 LIA. Leipziger Jahresausstellung 1913 Leipzig Gelände der Internationalen Baufach-Ausstellung 1 artists
May‒Nov 1906 Deutsche Kunstausstellung in der "Flora" Cologne Ausstellungsgelände Botanischer Garten Flora 1 artists
Feb 17‒Mar 15, 1913 International Exhibition of Modern Art [Armory Show] New York Armory of the 69th Infantry 1 artists
01/06/1905 - end/10/1905 IX. Internationale Kunstausstellung Munich Königlicher Glaspalast 1 artists
Catalogue
Kollektion Ferdinand Hodler im Kölnischen Kunstverein. Cologne 1911.
Printed by: Kölner Verlags-Anstalt und Druckrei, A.-G., nr. of pages: [PDF page number: 16].
Holding Institution: Kunst und Museumsbibliothek der Stadt Köln (KMB)
Preface
Dr. Fortlage, Arnold: Ferdinand Hodler, 6 p.

„Noch vor kaum 10 Jahren war er nicht nur unzeitgemäss, vielmehr für Viele fast indiskutabel, und nur eine kleine Gemeinde von Freunden und [n.p.]
Verehrern seiner Kunst hielt treu zu ihm. Wenn er gelegentlich auf deutschen Ausstellungen erschien, wurde er entweder garnicht beachtet, oder aber gar beschimpft, und häufig genug glich der ihm zugewiesene Raum einem Lachkabinett.
Das ist anders geworden. Wir haben inzwischen gelernt, diese neuartige Kunst nachzuempfinden und zu verstehen; und wir wissen heute, dass Hodler nicht nur die markanteste Erscheinung der modernen schweizerischen Kunst, dass er einer der stilbildenden Künstler in der zeitgenössischen Malerei überhaupt ist. Er wird heute mit Staatsaufträgen bedacht, Liebhaber kaufen ihm die wenigen Bilder, die jene grossen Arbeiten ihm zu schaffen Zeit lassen, von der Staffelei weg, und im Kunsthandel sind die Preise für seine Werke ums Doppelte und Dreifache gestiegen, ohne dass für absehbare Zeit ein Ende dieser Wertsteigerung zu erwarten wäre.
Wenn der Kölnische Kunstverein es unternimmt, durch eine Kollektiv-Ausstellung das Schaffen des Meisters in einer Reihe von charakteristischen und qualitätvollen Schöpfungen vor Augen zu führen, so sind wir uns wohl bewusst, dass auch hier wie anderwärts starke Widerstände zu überwinden sein werden, und dass wir nicht nur für die kleine Schar der Künstler und modern gesinnten Kunstfreunde eine solche Ausstellung veranstalten; aber wir wissen auch, dass wir die Pflicht haben, mit dieser eigenartigen Künstlerpersönlichkeit ein [n.p.]
weiteres Publikum vertraut zu machen. Es sei hier jedoch ausdrücklich betont, dass es sich bei der Vorführung dieser Werke nicht ausschliesslich um solche Bilder handelt, die für den Privatmann als Zimmerzierde in Betracht kämen – obwohl auch an solchen Stücken wahrlich kein Mangel ist –, sondern dass viele der hier gezeigten Werke jenem grossmonumentalen Stil raumschmückender Tendenz angehören, in dem die Wände von Rathäusern, Festhallen und sonstigen öffentlichen Gebäuden ausgemalt werden. Und wenn verhältnismässig viele grossformatige Skizzen und figürliche Einzelstudien für solche Fresken gezeigt werden, so würden dieselben immerhin als Schmuck für grosse Treppenhäuser, Korridore oder Dielen auch des vornehmen Privathauses von Wert sein können.
Wir möchten die Besucher unserer Ausstellung und damit eben die Kölner und auswärtigen Freunde der Kunst bewegen, in diese neue Formen- und Stilsprache sich hineinzusehen und sie dann liebzugewinnen. Wir möchten einen Einblick geben in die leidenschaftlichen Bemühungen, aus der neuen Farbenanschauung des Impressionismus wieder zu einer festen Formgestaltung und monumentalen Darstellung zu gelangen. Wir haben versucht, in charakteristischen Proben ein Bild der Entwicklung Hodlers zu bieten, um so die Ungewöhnlichkeit seiner Mittel verständlicher zu machen. Auch Hodler zeigt sich nicht von vornherein von [n.p.]
der ausgeglichenen Eigenart und so trutzig auf eigenen Wegen wandelnd, wie wir ihn heute sehen. Nach den Kämpfen der Jugend um den Beruf hat er viel und lange gerungen um die Reife seiner Kunst, um seinen Stil. 1855 im Berner Land geboren, wuchs der junge Mann unter einfachen, zu Zeiten schwierigen Verhältnissen auf, kam 19jährig nach Genf und erhielt hier Unterricht bei B. Menn, einem lngres-Schüler, der als solcher natürlich auf das Zeichnen den Hauptwert legte und dadurch wichtige Förderung und bestimmende Grundlagen gab. Hodler trat 1874 zuerst an die Öffentlichkeit, erhielt für seine Waldlandschaft einen Preis, ging auf ein Jahr nach Madrid und liess sich dann. dauernd in Genf nieder. Sehr bald setzte er sich in Widerspruch zum herrschenden Geschmack und wurde dadurch in immer schärfer geschiedene Wege gedrängt. Seine älteren Staffeleibilder sind bei aller Präzision der Zeichnung doch höchst malerisch, etwas nüchtern, aber sehr tonig. ln den Landschaften hat er zwar noch zu Anfang der neunziger Jahre dem allmächtigen Impressionismus seine Huldigung dargebracht, aber gleichzeitig sieht man auch das Streben nach festgefügter, straffer Komposition. Und schnell findet er dann seine Eigenart, die jedes genialen Künstlers: die Erscheinungswelt aus sich heraus neu zu gestalten.
Was Hodler sich zum Gesetz seiner Kunst gemacht hat, ist der aus dem Parallelismus ge- [n.p.]
wonnene Rhythmus. Er strebt a nicht danach, die Natur und ihre Einzelbildungen möglichst „natürlich“ wiederzugeben; er will gerade im Gegensatz zu Jenen, die mit Hilfe der Perspektive und der Lichtmalerei die Illusion der räumlichen Weiten und Tiefen erzielen wollen, die Betonung des Bildes als farbige Fläche durchsetzen; und nach Umbildung des Raumes zur Fläche erscheint ihm viel wichtiger als alles Zufällige in der Natur – die Betonung des Gleichförmigen. Durch einen abgemessenen Wechsel der Linien und Farben gewinnt er den Rhythmus. Durch Wiederholung und Variation einer Empfindung, also durch mehrfache Nebeneinanderstellung und Abwandlung einer gelagerten oder schreitenden, ruhigen oder aktiven menschlichen Figur gewinnt er zweierlei: erstlich vertieft er den Eindruck der Idee, und sodann entstehen in diesen Bildern, wo er jeweils immer die gleichen, aber doch gelinde differenzierten Typen bildet, die Parallelismen in der Kornposition und damit auch die wunderbare Eurhythmie. Gar nicht hoch genug kann sie veranschlagt werden, diese feine wohlerwogene Abwägung heller und dunkler, grosser und kleiner Massen, wie die Figuren auf der Fläche sich gegenseitig die Wage halten, wie durch Nichts die Eindrucksgewalt ihrer Konturen gestört und geschwächt ist, durch keine landschaftlichen Reize und ablenkenden Details. „Es ist das Geheimnis des grossen Stils, mit wenigem viel zu sagen.“ (Wölfflin.) [n.p.]
Freilich eine gewisse Augensinnlichkeit des Beschauers gehört dazu, um das Wohlige solcher leise balanzierenden und doch sicher gefügten Kompositionskunst zu empfinden.
Unsere Ausstellung, die sich zur Aufgabe macht, an der Hand einer Reihe auserlesener Werke der Malerei und Zeichenkunst nach Möglichkeit die Grösse und Vielseitigkeit dieses bedeutenden Künstlers zu kennzeichnen, war ein schwieriges Werk. Möge sie nun auch den Beschauern zu Freude und Genuss gereichen!
Den Entleihern der im Privatbesitz befindlichen. Bilder Hodlers und Allen, die sonst zum Gelingen unserer Veranstaltung beigetragen haben, sei auch an dieser Stelle aufrichtigster Dank ausgesprochen.
DR. FORTLAGE“ [n.p.]
Catalogue Structure
Preface, 6 p.
"Verzeichnis der ausgestellten Werke", 4 p.
– "A. Gemälde", cat. no. 1-52
– "B. Handzeichnungen, Lithographien etc.", no cat. no., after cat. no. 52
– "Nachtrag. Gemälde", cat. no. 51a-56
Additional Information
Traveling Exhibition
Catalogue Structure altered
Note
"Preis 50 Pfennig", title page (The price may refer to the ticket price or the catalogue price.)
Additional Notes
Information concerning the traveling exhibition and related exhibtions: Echte Bernhard; Walter Feilchenfeldt: Kunstsalon Paul Cassirer. Die Ausstellungen 1910-1912. Wädenswil 2016. p. 329.

+Gender Distribution (Pie Chart)

+Artists’ Age at Exhibition Start(Bar Chart)

+Artists’ Nationality(Pie Chart)

+Exhibiting Cities of Artists(Pie Chart)

+Catalogue Entries by Type of Work(Pie Chart)

+Catalogue Entries by Nationality(Pie Chart)

Name Date of Birth Date of Death Nationality # of Cat. Entries
Ferdinand Hodler 1853 1918 CH 124
Recommended Citation: "Kollektion Ferdinand Hodler im Kölnischen Kunstverein." In Database of Modern Exhibitions (DoME). European Paintings and Drawings 1905-1915. Last modified Dec 11, 2019. https://exhibitions.univie.ac.at/exhibition/366